Wie wichtig war die Zeit im Ausland für Ihren weiteren beruflichen Werdegang bzw. für die Position, die Sie jetzt innehaben?

Elisabeth Erler: Vor allem von den sprachlichen Erfahrungen, die ich in Frankreich sowie in Amerika sammeln konnte, profitiere ich in meiner momentanen Beschäftigung sehr. Einige meiner Kollegen sitzen in Westafrika – mit ihnen kommuniziere ich primär auf Englisch, aber auch Französisch ist vor allem in dieser Region sehr von Vorteil. Auch interkulturelle Kompetenzen konnte ich mir während meiner Monate im Ausland aneignen, auch das ist in unserem internationalen Arbeitsumfeld sehr von Vorteil.

Wie haben Sie die Zeit persönlich erlebt?

Was konnten Sie mitnehmen? Nicht nur berufs- sowie ausbildungstechnisch waren meine Monate im Ausland wertvoll, auch persönlich gesehen war es eine unfassbar prägende Zeit. Vor allem mein erster Auslandsaufenthalt – ich war gerade mal 17 und völlig auf mich alleine gestellt – war zurückblickend wahrscheinlich die beste Schule, die ich genießen durfte. Ich konnte viele Freundschaften und ein großes Netzwerk an Kontakten aus dieser Zeit mitnehmen. So nützt man schon die ein oder andere Gelegenheit, internationale Freunde auch mal zu besuchen, und verbindet die eine oder andere Reise mit der Pflege dieser Freundschaften.

Welche Tipps haben Sie für Tiroler, die auch gerne Zeit im Ausland verbringen würden?

Die Chance, einige Zeit im Ausland zu verbringen, sollte niemand missen. An viele Momente erinnere ich mich gerne zurück und lasse die Zeit oft Revue passieren. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, einige Zeit im Ausland verbringen zu dürfen, so sollte diese sofort ergriffen werden. Jeder Tag in einem anderen Land sollte (aus)genutzt werden, um die lokale Kultur, Sprache sowie Küche zu erkunden und dann die vielen neuen Erfahrungen und Eindrücke nach Hause zurückbringen zu können und das Beste aus diesen Erlebnissen zu machen.

Zur Person

Elisabeth Erler arbeitet als Controllerin bei Tirols größter NGO. Mit 17 geht sie zum ersten Mal für ein Praktikum in der Hotelbranche für drei Monate nach Frankreich. Ein Jahr später zieht es sie nach Spanien. Zwei Semester ihres Studiums absolviert sie wieder in Frankreich. Ein Praktikum bringt sie noch einmal für einen Sommer in die Vereinigten Staaten.

  Quelle: top.arbeitgeber 2019, Text: Daniel Schreier

< zurück